Die Grafikdesign Freeware "Gimp"

Freeware

Ambitionierte Hobby-Grafikdesigner schrecken schnell zurück, wenn sie die Preise für professionelle Software-Produkte wie Photoshop oder InDesign sehen. Kleine Programme bieten jedoch nicht den gewünschten Funktionsumfang und Testversionen können auch nicht unbegrenzt genutzt werden. Hier lohnt sich der Blick auf die Grafikdesign Freeware „Gimp“.

Bei Gimp handelt es sich um ein freies Bildbearbeitungsprogramm unter der GNU General Public License (GPL). Die erste Version wurde bereits 1998 veröffentlicht. Seitdem wird es ständig durch ein ambitioniertes Softwareteam weiterentwickelt. Die aktuelle Version 2.6 wartet daher mit einem breiten Funktionsumfang auf und kann durchaus mit kostenpflichtiger Konkurrenzsoftware mithalten. Diese Grafikdesign Freeware ist u.a. für die Betriebssysteme Linux, Windows und Mac OS X erhältlich und kann auf der Gimp-Homepage in der aktuellen Version heruntergeladen werden.

Schon der erste Eindruck von Gimp lässt erahnen, dass auch professionelle Grafikdesigner auf ihre Kosten kommen. Es stehen umfangreiche Menüs, Paletten und Dialoge zur Verfügung. Gimp ermöglicht, wie etwa Photoshop, das Arbeiten mit einzelnen Bildebenen. So sind anspruchsvolle Effekte und Resultate möglich, wenn etwa übereinander liegenden Ebenen miteinander multipliziert, addiert und dividiert werden. Mit dem komfortablen Pfadwerkzeug können Pfade leicht erstellt und bearbeitet werden. Diese lassen sich sowohl ex- als auch importieren und bieten so weite Anwendungsmöglichkeiten. Ein weiteres Beispiel für den enormen Funktionsumfang ist das Pinselwerkzeug. Es stehen 48 verschiedene Pinsel zur Verfügung und es können sogar eigene erstellt werden. So lassen sich ganz individuelle Effekte erzielen. Auch die Unterstützung von Masken zeigt den professionellen Anspruch dieser Grafikdesign Freeware. Profis kennen diese Funktion und schätzen die Möglichkeiten die sich dadurch ergeben. Mit Masken können einzelne Ebenen abgedeckt oder es können ihnen neue Farbgebungen verliehen werden, die sich dann auf das Gesamtbild auswirken. Gimp bietet zudem eine Reihe von Effektfiltern an. Bei Bedarf und mit entsprechender Programmierkenntnis ist es sogar möglich, eigene Filter zu schreiben und zu importieren.

Alles in allem braucht sich Gimp vor seiner kostenpflichtigen Konkurrenz nicht zu verstecken und bietet als Grafikdesign Freeware auch Hobby-Künstlern beste Möglichkeiten. Einziges Manko ist die schlechte CMYK-Unterstützung und die unausgereifte Druckvorstufe, die allerdings in der nächsten Version bereits verbessert werden soll.